Armin Schnell - Die Hundeschule im Westallgäu
 
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Hundephobie
 
 
Unter Hundephobie, Canophobie oder Kynophobie versteht man die Angst vor Hunden.
Die Angst vor Hunden könnte nach einer Theorie von der Urangst des Menschen vor wilden Tieren wie etwa dem Wolf gegenüber entstanden sein. In der Regel haben jedoch Menschen mit Canophobie traumatische Erfahrungen mit Hunden gemacht. So kann ein Kind, das von einem Hund angefallen wird, sehr lange an der Angst vor Hunden leiden. Eine andere Möglichkeit zur Entstehung einer Hundephobie ist das Modelllernen, wenn der Betroffene als Kind von seinen Bezugspersonen erfährt, dass Hunde gefährlich sind, indem diese Angst vor Hunden zeigen.
Es gibt jedoch auch Fälle, wo hinter der Canophobie andere traumatische Erfahrungen stecken, deren Ursache nicht in Zusammenhang mit einem Hund steht. Phobien vor alltäglichen Gegenständen und Lebewesen stellen nach Auffassung einiger Psychologen oftmals einen Abwehrmechanismus einer tiefer sitzenden Traumatisierung dar. Betroffene sind durch die Phobie in ihrem Lebensalltag derart eingeschränkt und permanent damit beschäftigt, dass sie von der eigentlichen Traumatisierung abgelenkt werden. Somit sei eine Auflösung der Phobie durch die Arbeit an der Hundephobie oft nicht möglich, da das ursprüngliche Trauma bestehen bleibt. Wenn diese Phobie sich auflöst, könne sich eine andere Ablenkungssypmtomatik bilden.
Quelle Wikipedia



Diesen Text entnahm ich aus dem Wikipedia um eine fachlich neutrale Darstellung zu erreichen.

Ich habe weder Psychologie noch Psychiatrie studiert sondern ich bin Hundetrainer.

Mir sind die Befürchtungen und Ängste der "nicht" Hundehalter wohl bewusst. Ob es Landwirte sind, die befürchten dass ihre Kühe vom Hundekot kank werden könnten oder einfach Spaziergänger die von Hunden beschnüffelt oder angesprungen werden und sich vom Hundehalter sagen lassen müssen "der will nur spielen"um sich aus ihrer Verantwortung zu stehlen. Gegen spielen kann ja wohl niemand etwas haben..........

Für viele Menschen ist es einfach nur unangehnem, aber für bestimmte Menschen ist es eine gefühlte Lebensbedrohung die man nicht einfach abtun kann mit "der soll sich nicht so anstellen..."

Mein Ansatzpunkt ist nicht aus einem Menschen mit Hundephobie einen überzeugten Hundeliebhaber zu machen sondern ihm seine Angst soweit zu nehmen das er Situationen im Alltag mit Hunden ohne Angst durchstehen kann.

Der Bericht einer Kundin mit Hundphobie:

EIN DANKESCHÖN AN ARMIN SCHNELL

Anlässlich einer Schulung vor 1 ½ Jahren wurde mir durch den Psychologen mitgeteilt, dass ich nicht Angst vor Hunden hätte, sondern dass dies eine wirklich ernstzunehmende Hundephobie sei.
Phobie bedeutet ja eine zwanghaft auftretende, unbegründete Furcht vor Situationen und Objekten.

Meine Angst hat mein Freizeitleben stark eingeschränkt, ich konnte nicht mehr unbeschwert Radfahren oder laufen gehen. Ich war so weit, dass ich mir in meiner Wohnung schon Begegnungen mit Hunden vorgestellt habe und dann lieber gleich Zuhause geblieben bin.

Der Psychologe hat mir empfohlen, mir in so einer Situation vorzustellen, er sei bei mir und dann könne mir nichts passieren. Darauf konnte ich nur antworten, er sei aber nicht bei mir und deshalb auch keine Hilfe. Das war mir zu einfach strukturiert.

Andererseits war ich nicht bereit, mein Leben einschränken zu lassen. Deshalb habe ich mit verschiedenen Hundebesitzern gesprochen. Die Meisten waren der Meinung, ich sollte mir nichts anmerken lassen oder dem Hund tief in die Augen schauen, mit Hypnose könnte man etwas herausfinden (es müsse doch ein Kindheitstrauma sein) oder vor allem: ich soll mich nicht so blöd anstellen!!!

Es ging Richtung Frühling und ich wollte wieder ins Freie. Doch wie sollte ich meine Angst überwinden?

Und dann kam mir der Zufall zu Hilfe. Bei einem Telefongespräch hat mir unser Farbenlieferant (Herr Reich aus Buchs) erzählt, dass Armin Schnell am Vortag Schulkindern den Umgang mit Hunden beigebracht hat. Eine Lösung für mich?

Herr Reich hat mit Armin Schnell Kontakt aufgenommen, ob er diese Aufgabe übernehmen würde. Armin war spontaner als ich und hat sofort zugesagt. Ich war hin und her gerissen und es hat einige Zeit gebraucht, bis ich mich bei Armin gemeldet habe.

Dann kam der erste „Kurs-Abend“ bei der Reithalle Werdenberg und der 1. Malus-Punkt. Dort traf ich eine alte Bekannte mit ihren 2 Hunden. Sie hat mich dazu animiert, aus dem Auto zu steigen. Das gebe Vertrauen…. Nun eher ein schwieriges Gespräch ist daraus entstanden. Ich musste! doch immer schauen, wo die Hunde sich aufhalten. Anweisung war: nicht aus dem Auto aussteigen! Sorry Armin

Armin traf ein – ohne Hund?! Ja das waren die Aufgaben, die auf mich zukamen: das Kennenlernen, viele gegenseitige Fragen und langes Schweigen für das Erfassen und Erweitern der Grenzen. Grenzen, die ich oft nicht überschreiten wollte – einfach nicht dazu bereit war. „Trockenübungen“ – aber sehr hilfreich

Nie hat Armin mich gedrängt, aber immer hat er meinen Denkapparat in Bewegung gesetzt. Er hat nie in meiner Vergangenheit gewühlt, keine negativen Hundeerlebnisse gesucht. Manchmal hat es wie small-talk gewirkt, doch das war es nie. Armin hat mir jede Woche die Wahl gelassen, ob ich weiter gehen will oder nicht. Er ist sehr rücksichtsvoll – nicht immer! Aber irgendwie musste er mich ja aus der Reserve locken. Und bei Armins Beobachtungsgabe (meine Körpersprache) war es einfach unmöglich, ihn hinters Licht zu führen und er hört die leisen Töne……

Armin gab mir „Haus + Unterwegs“ – Aufgaben. Oft habe ich ihn mit Zetteln bombardiert, was mir alles eingefallen ist. Armin hat darin immer das Wesentliche sofort erkannt. Es gab viele gute Gespräche, selten Tränen – oft haben wir gelacht.

Meine Selbsteinschätzung hat er gefördert (ich habe Protokoll geführt – mein Gott bin ich kopflastig gewesen) und damit auch gezeigt, dass ich nicht für Alles und Jeden die Verantwortung übernehmen muss.

Lange habe ich darauf warten müssen, bis ich seinen Hund Assaut kennen lernen durfte. Und zum Schluss haben wir sogar zusammen gespielt und da war auch die Sicherheit, dass der Hund seinem Herrn aufs Wort gehorcht!

Ende Juli war die „Schulung“ fertig, da Armin mit seiner Frau ausgewandert ist. Mit einem anderen Menschen wollte ich diesen Weg nicht weitergehen – aber ich wandere wieder und fahre Rad am Rhein. DANKE Armin!

Den Weg zum Ziel will ich nicht beschreiben. Jeder Mensch ist anders und so kann und wird Armin auch mit jedem seinen persönlichen Weg gehen.

Esther S., Sargans

© A. Schnell, 2019


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